Kosten und Finanzierung

Wenn es ums Geld geht…

Vorab das Wichtigste: Kinder und Jugendliche haben ein Anrecht auf eine zuzahlungsfreie kieferorthopädische Behandlung, wenn diese medizinisch erforderlich ist. Bei Jugendlichen muss dafür die Behandlung vor dem 18. Geburtstag begonnen haben. Einen zunächst zu zahlenden Eigenanteil erhalten Sie nach Abschluss der Behandlung wieder von Ihrer Krankenkasse zurück. Für Erwachsene ist die kieferorthopädische Behandlung in der Regel komplett selbst zu bezahlen. Ausnahmen sind schwere Erkrankungen des Kiefers.

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Häufig gestellte Fragen

Krankenkassen bezahlen eine kieferorthopädische Behandlung für Kinder und Jugendliche dann, wenn sie medizinisch notwendig ist. Um das zu bestimmen, wurden sogenannte Kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) festgelegt. Das heißt: Nur wenn sich die Zahn- oder Kieferfehlstellung Ihres Kindes einer KIG von 3–5 zuordnen lässt, übernimmt die Krankenkasse die kompletten Kosten. Bei den KIG 1–2 handelt es sich in der Regel um ästhetische Probleme, deren Behandlungskosten die Kasse nicht trägt.

Nach einer ersten Untersuchung erläutern wir Ihnen in einem ausführlichen Gespräch, wie die Zahn- und Kieferstellung bei Ihrem Kind einzuschätzen ist. Sie erhalten dann einen kieferorthopädischen Behandlungsplan, den Sie von Ihrer Krankenkasse genehmigen lassen.

Nach jedem Behandlungsschritt erhalten Sie eine Rechnung über Ihren Eigenanteil, der bei 20 Prozent des Gesamtrechnungsbetrags liegt. Behandeln wir gleichzeitig ein Geschwisterkind, reduziert sich dieser Eigenanteil auf 10 Prozent pro Kind. Diese Rechnungen heben Sie bitte gut auf. Ist die Behandlung abgeschlossen, stellen wir eine Bescheinigung aus. Diese reichen Sie zusammen mit den Eigenleistungsrechnungen bei Ihrer Krankenkasse ein. Diese wiederum überweist Ihnen dann den Gesamtbetrag Ihres schon gezahlten Anteils zurück.

Die Krankenkasse erstattet nur das absolut Notwendigste bei einer kieferorthopädischen Behandlung. Damit kommen viele Patienten gut zurecht. Aus unserer Sicht gibt es jedoch einige Dinge, die diese Behandlung sehr sinnvoll ergänzen und unterstützen und auch dazu beitragen, einen langanhaltenden Erfolg zu erzielen.
Das betrifft zum Beispiel die Glattflächenversiegelung im Umfeld von Brackets. Diese sorgt dafür, dass sich an den Brackets keine Karies entwickeln kann, denn die Reinigung an diesen Stellen ist durchaus anspruchsvoll – dabei möchten wir Ihr Kind gerne optimal unterstützen.
Ein weiterer Punkt ist die regelmäßige Zahnreinigung. Sie verfolgt mehrere Ziele: Neben der gründlichen Reinigung der Zahnoberflächen kümmern wir uns dabei auch um die Stellen, an die Ihr Kind mit der Zahnbürste weniger gut herankommt. Gemeint sind die Zahnzwischenräume sowie das gesamte Umfeld der Brackets. Außerdem leiten wir in einer solchen Prophylaxesitzung Ihr Kind dazu an, die Zähne selbst sorgfältig zu pflegen: mit einer guten Bürste, der passenden Zahncreme und mit der richtigen Technik.
Es gibt noch weitere sinnvolle Zusatzleistungen, die wir Ihnen im Zuge der Erstberatung detailliert erläutern. Möchten Sie für sich oder Ihr Kind mehrere dieser Leistungen in Anspruch nehmen oder liegt der Eigenanteil etwas höher als geplant, können Sie diese Kosten selbstverständlich bei uns finanzieren.

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen für Versicherte ab 18 Jahren nur dann eine kieferorthopädische Behandlung, wenn eine schwere Erkrankung vorliegt. Dazu gehören Fehlstellungen wie eine ausgeprägte Progenie (Unterbiss) oder Dysgnathie (Fehlbiss), die sich nur durch eine Operation beheben lassen. Wünschen Sie als Erwachsener „nur“ eine Korrektur der Zahnaufstellung, müssen Sie für die Kosten in der Regel selbst aufkommen.
Eine Chance auf (Teil-)Erstattung kieferorthopädischer Leistungen haben Sie, wenn Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Lassen Sie sich von uns beraten und nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre kieferorthopädische Behandlung bei unserer Abrechnungsgesellschaft zu attraktiven Konditionen zu finanzieren: Über 24 Monate zahlen Sie auf Ihre Raten dort 0,0 % Zinsen.

Ist Ihr Kind privat versichert, hängt die Kostenerstattung vom Tarif Ihres Krankenversicherers ab. Nach einem ausführlichen Gespräch, in dem wir Ihnen die geplante Behandlung genau erläutern, erhalten Sie von uns einen Therapieplan und eine Kostenaufstellung. Beides reichen Sie bei Ihrer Krankenversicherung ein und erfahren dann, wie hoch die Kostenübernahme ausfällt. Anschließend stimmen wir mit Ihnen ab, was genau in welcher Form umgesetzt werden soll.
Wenn Sie selbst eine Korrektur der Zahnaufstellung wünschen und privat krankenversichert sind, lohnt es sich, auch dazu einen Antrag beim Versicherer abzugeben. Je nach Tarif und medizinischer Indikation besteht auch bei Erwachsenen die Möglichkeit, sich Kosten erstatten zu lassen.

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